Online-Yoga: Tag 4

Online-Yoga: Tag 4

In ein paar Tagen ist der Test-Zeitraum schon rum und ich habe noch längst nicht alles rausgeholt – also ab auf die Matte! Obwohl ich seit gestern so fiese Magenprobleme habe – oder vielleicht gerade deswegen? Ich suche bei YogaEasy nach Dehnung und Entspannung und finde Den Tag loslassen mit Antje Schäfer. Abbau von Verspannungen im ganzen Körper, gespeicherten Stress loslassen und danach erholsam schlafen – das klingt, als wenn es auch gegen Bauchweh hilft.

Antjes Yogaloft ist so hübsch, dass ich am liebsten auf dem Bildschirm mitmachen möchte. Aber zwischen Couch und Esstisch ist es ja auch ganz nett. Wir fangen gemütlich im Liegen an und atmen bewusst in Brust und Bauch. Lächerlich simpel und doch immer wieder überraschend, wie gut es sich anfühlt, nur in sich zu spüren und eine Zeit lang alle Gedanken an den Arbeitstag, die Einkaufsliste und den Wohnungsputz beiseite zu schieben. Ich habe zwar selten so viele Staubmäuse in meinem Wohnzimmer entdeckt wie aus den Perspektiven des Sonnengrußes, aber auch dagegen gibt es eine einfache Lösung: Augen schließen und auf den Atem konzentrieren. Wir dehnen die Seiten und den Rücken unter Antjes ruhiger und präziser Anleitung. Ein bisschen neidisch bin ich schon auf die Mädels im Video, denen sie die Decke zurechtrückt und die Beine in die korrekte Position schiebt. Wobei ich dieses Gefühl auch aus dem „echten“ Yoga-Kurs kenne. (Habt Ihr Euch schon mal absichtlich ungeschickt angestellt, damit der nette Trainer endlich auch mal zu Euch kommt zum Korrigieren? Also, nicht dass MIR das je einfallen würde…)

Mein Bauch gluckert vielsagend, während ich die Knie an den Oberkörper ziehe und wieder strecke. Das mag etwas damit zu tun haben, dass ich in den letzten 48 Stunden nicht sonderlich viel gegessen habe, aber ich glaube, dass sich da gerade was lockert in der Magengegend. Auf jeden Fall eine schöne Vorstellung, dass eine halbe Stunde Jivamukti mehr bringt als Iberogast, Imodium & Co.

Zum Schluss regenerieren wir mit senkrecht an der Wand hochgestellten Beinen – und zwar so lange, dass meine Beine erstens anfangen zu kribbeln und ich zweitens argwöhnisch in Richtung Laptop blinzle, um mich zu vergewissern, ob eine technische Störung Grund für das Schweigen ist. Nein, Antje schaut sich aufmerksam im Loft um und gibt keinen Mucks von sich. Spätestens an dieser Stelle wäre leise Hintergrundmusik für den Online-Yogi nicht verkehrt. Die Klänge, die Antje ab Minute 41 der mysteriösen Kiste entlockt, die vor ihr auf dem Boden steht, finde ich dann allerdings doch etwas befremdlich. (Was ist das?? Falls es jemand weiß, klärt mich bitte auf…) Bei „Wir singen dreimal oooohm“ enthalte ich mich leise atmend und freue mich dann doch, dass ich hier direkt neben meiner Couch sitze – so hört mich niemand nicht singen und ich kann mich mit der erarbeiteten Entspannung nur einen Schritt weiter in die Kissen kuscheln, ohne dass sie in einer Umkleidekabine oder auf dem Weg nach Hause verpufft. Gute Nacht!

7 Gedanken zu “Online-Yoga: Tag 4

  1. Moin elbfrollein! Ich hoffe es geht Dir besser. Zu dem Instrument: Hab’s jetzt nicht in Aktion gesehen, aber ich nehme an, dass es sich um ein Harmonium handelt. Wird von der ein oder anderen Yoga-Lehrerin in meinen Kursen auch schon mal rausgeholt. Klingt so’n bissel wie ein Akkordeon. Und – bleibst Du beim Online.-Yoga?

    • Jawoll, das wird es gewesen sein! Ein Harmonium, wieder was gelernt. Danke für den Tipp! Und zu Deiner Frage: Bin mir noch nicht ganz sicher, aber es würde mir schon fehlen, das Online-Yoga… Es gibt auch noch so viele Videos, die ich nicht ausprobiert habe. Gegenfrage: Hättest Du Lust darauf?

  2. Ich glaube mir würde die Gruppendynamik fehlen. Sich allein zu Hause aufraffen erfordert schon eine gewisse Selbstdisziplin. Habe noch ein original verpacktes Sportgerät unter meinem Bett liegen – das kann ein Lied davon singen. Auch eine Pilates-DVD von und mit Barbara Becker hat meinen DVD-Player noch nie von innen gesehen. Online-Yoga und ich? Das wird nix…

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