Kapstadt und der Honeymoon Hangover

Kapstadt und der Honeymoon Hangover

Zurück aus den Flitterwochen! Ich muss sagen, vor diesem Moment hatte ich ein bisschen Angst. Unsere Hochzeit war so genau das, was wir uns erträumt hatten – und noch ein bisschen mehr – dass der Liebste und ich uns am nächsten Morgen, kurz nach dem Aufwachen, mit Tränen in den Augen anschauten und beide „Es war so schön!“ flüsterten. Viel zu schnell war alles vorbei. (Dazu erzähle ich Euch später noch mehr, wie versprochen.)

Wir trösteten uns mit der Vorfreude auf vier Wochen Honeymoon in Südafrika. Aber ich fragte mich – und eine Freundin, die zwei Monate vorher geheiratet hatte: Was macht man denn, wenn der Urlaub dann auch vorbei ist?! Ihre Flitterbräune war noch nicht ganz verblasst, und sie sagte nur: „Tja.“ Versteht mich nicht falsch, ich habe keineswegs vergessen, dass es ein Leben ohne Brautkleider, Candy Bars und Moodboards gibt, aber wenn man sich ein Jahr lang mit diesen Themen beschäftigt und auch noch einen Riesenspaß dabei hat, wenn sogar der Liebste seine Socken auf die Krawattenfarbe abstimmt und Familie, Trauzeugen und Freunde alle ein kleines bisschen mit einem durchdrehen – dann fragt man sich schon, wie man den Weg zurück in die Normalität finden soll. Es gibt sogar einen Begriff dafür: Honeymoon Blues oder Honeymoon Hangover. Und so ein kleiner Blues oder Durchhänger rutscht ja schnell mal mit auf die Rückbank, wenn die Sonne Kapstadts noch auf der Haut kribbelt und man im Novembernieselregen am Hamburger Flughafen todmüde in ein Taxi steigt. Ihr wisst, was ich meine?

Kapstadt möchte gern die schönste Stadt der Welt sein. Ich kann auch sehr gut verstehen, wieso. Aber auch der matschigste Laubhaufen und der eisigste Nordwind können nichts daran ändern, dass es dieses eine großartige Gefühl für mich nur hier in Hamburg gibt: Nach Hause kommen. Eine Stadt lieben, in der dauernd die Sonne scheint und in der gefühlt auf jeden Einwohner ein paar postkartenreife Meter Strand kommen, das kann jeder. Im muffigen Taxi sitzen und die Regentropfen auf der Scheibe anlächeln – das ist unbezahlbar.

Ich bin also ganz zufrieden damit, wieder in meinem hübschen kleinen Alltag angekommen zu sein. Noch wühle ich mich ja auch durch Urlaubsfotos und Hochzeitsbilder. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Für morgen habe ich eine kleine Zusammenfassung unserer Route durch Südafrika geplant. Vielleicht wollt Ihr ja auch irgendwann mal hin? Ob Honeymoon oder nicht – welcher Platz auf der Welt kommt denn für Euch gleich hinter der Stadt Eures Herzens? Ich bin gespannt!

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