Stadtteil-Plakate. Für alle, die Hamburg lieben.

Stadtteil_PlakateIn unserer neuen Wohnung hängen Bilder an den Wänden! Das ist ja ein wichtiger Meilenstein, wenn man umgezogen ist. Abgesehen von ausgepackten Kartons, angedübelten Regalen und dekorierten Wohnzimmertischen gibt es da noch den ganz entscheidenden Meilenstein: angekommen sein. Nicht nur mit allen Klamotten – sondern mit dem Kopf, mit dem Bauch und mit dem Herzen.

Wir sind nicht in ein anderes Land gezogen, nicht einmal auf die andere Elbseite. Aber in einen anderen Stadtteil. Angrenzend an den alten. Klingt jetzt echt nicht dramatisch. Ist es eigentlich auch nicht. Aber Eimsbüttel hat sich bei mir irgendwie ganz tief ins Herz tätowiert, seit ich vor knapp zehn Jahren meine erste Bude dort bezogen habe. Jetzt wohne ich eine (oder zwei, je nachdem) U-Bahn-Stationen entfernt – und tue einfach so, als wäre nix passiert.

Das Bild, das jetzt bei uns im Flur hängt, hilft mir dabei.Stadtteil_Plakat_EimsbuettelIch liebe das Bild. Oft stehe ich mit dem Baby auf dem Arm davor. Ich habe das Gefühl, es beruhigt ihn. Ist ja auch ein Schnuller mit drauf. Und dann weiß er gleich, wo er herkommt. Nicht dass er da später was verwechselt mit den Stadtteilen.

Die Plakatserie stammt von der Designagentur Bureau Bald aus Ottensen. Bisher gibt es Blankenese, Ottensen, St. Pauli, Eppendorf, HafenCity, Wilhelmburg, Sternschanze – und Eimsbüttel.

„In keiner anderen deutschen Stadt präsentieren sich die Stadtteile so unterschiedlich, so klischeebeladen, so bunt wie in Hamburg. Da lag es nahe, sich als Kreativer mit Szenegängern, Stadtteilbewohnern und Touristen über Symbole und Vorurteile auszutauschen und die beliebtesten Viertel als Plakat fürs Wohnzimmer aufzubereiten“, sagt Patrick Meny, Creative Director und Gründer von Bureau Bald.

Klischees und Stereotypen – wenn das so sympathisch und mit hohem Designanspruch umgesetzt wird, fühlt man sich als Stadtteilbewohner überhaupt nicht gemobbt, sondern hängt sich das Ganze stolz in die Wohnung. Jawoll, mein Stadtteil! Hamburger sind so. Oder?

Hier könnt Ihr Euch alle Plakate anschauen und kaufen – für 19,90 Euro pro Stück. Und: nein, Blankenese kostet nicht mehr als St. Pauli…

Bilder: Bureau Bald

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