Einfach Eltern sein: Der beste Ratgeber für Mamas und Papas.

Milestone_KartenEine Freundin erzählte mir kurz nach der Geburt ihres Sohnes von diesem Vorfall im Supermarkt, zu dem mir kein angemessener Gesichtsausdruck einfallen wollte. Eine explosive Mischung aus Lachen und Empörung regte sich in mir, als ich hörte, wie eine ältere Dame sie an der Fleischtheke angefahren hatte.

„Sie dürfen den Schinken nicht essen! Sie sind schwanger!“

Wie falsch sie damit lag. Neben ihr stand keine Schwangere, sondern eine Neu-Mama wenige Tage nach der Entbindung, die Bock auf rohes Fleisch hatte. Aber was ging das diese fremde Dame an?

Am besten finde ich den Hinweis: „Sie sind schwanger!“ Was könnte man darauf antworten? „Oh! Ich glaube, Sie haben recht! Ist mir bisher nicht aufgefallen. Vielleicht können Sie mir auch gleich sagen, ob es ein Mädchen wird oder ein Junge?“

Die weisen Damen sind überall. Zu ihrem Club gehören außerdem Auch-Mütter, Bald-Väter und viele kinderlose Klugscheißer. Als ich gefragt wurde, ob ich ein Teil sein möchte von der Kampagne Parent On von Tommee Tippee, musste ich nicht lange überlegen. Das Video zum Kampagnenstart trifft bei mir voll ins Schwarze.

Viel schlimmer als den Club der weisen älteren Damen finde ich die Massen an sogenannter Fachliteratur, die es zum Thema Baby gibt.

Ihr Baby schreit und will nicht schlafen? Kaufen Sie dieses Buch! Lesen Sie 178 Seiten überflüssiges Gefasel, bis das große Geheimnis endlich gelüftet wird und Sie denken werden: Das soll es jetzt gewesen sein?!

Ich habe einige dieser Bücher gelesen, denn eine ganze Weile war Schlafen und Schreien großes Thema bei uns. Eins davon war zumindest unterhaltsam, ein anderes enthielt den einen oder anderen praxistauglichen Tipp, ein drittes beschäftigte sich hauptsächlich damit, den Inhalt des bekanntesten Baby-Schlaf-Buches als sehr falsch und sehr furchtbar darzustellen. Mein Fazit: große Versprechen, nicht viel dahinter.

Irgendwann beschloss ich, mir von den reißerischen Überschriften selbsternannter Experten nichts mehr vorgaukeln zu lassen und verbrachte die kostbaren Momente, in denen ich Zeit zum Lesen hatte, lieber mit einem Krimi. Oder mit schlafen.

Rückblickend hätte ich mir bereits in der Schwangerschaft so einiges schenken können. Den wochenlangen Geburtsvorbereitungskurs zum Beispiel. Es war ganz nett, jede Woche einen festen Abend (insgesamt neunmal, jeweils zweieinhalb Stunden) gemeinsam mit dem Mann zu verbringen. Vor allem an den Kursabenden, an denen er mich massieren musste. Aber ein kurzer Crash-Kurs hätte es sicherlich auch getan.

Ich habe keine einzige der Positionen angewendet, die wir im Kurs geübt haben für den Fall, dass mitten auf der Straße unerwartet starke Wehen eintreten. Ich habe auch nicht wie ein Wildpferd geatmet während der Geburt. Und trotz dieses Intensivkurses hatte ich nicht den blassesten Schimmer, was es bedeutet, ein Neugeborenes zu stillen und welche Überwindung es mich kosten würde, in der ersten Nacht zu Hause das Licht auszuschalten, während der Kleine neben mir schlief.

Kein Kurs, kein Ratgeber kann auf sowas vorbereiten. All die Tipps, all das Gerede und die vielen Geschichten sorgen eher dafür, dass die natürlichen Instinkte darunter verschüttet werden und sich nur noch schüchtern zu Wort melden. Mit dem Baby in einem Bett schlafen? Völlig lebensmüde, all die Kissen und Decken und schlafende Eltern sind eine Todesgefahr für das Kleine. Es würde mit großer Wahrscheinlichkeit ersticken. Das schreiende Bündel in eine Tragehilfe packen und den ganzen Tag herumschleppen? Nette Idee, in den ersten Wochen aber Gift für die winzigen Hüften, und den Kopf kann es ja auch noch nicht allein halten!

Das Gute ist: Wenn man es laut Ratgebern, Hebammen und dem Club der weisen älteren Damen sowieso niemals allen recht machen kann, kommt man früher oder später auf die Idee, all den guten Ratschlägen freundlich den Mittelfinger zu zeigen und auf das eigene Gefühl zu hören. In den allerersten Wochen und auch später, wenn’s den ersten Brei gibt, die ersten Zähnchen geputzt werden müssen und der Nachwuchs anderen Kindern auf dem Spielplatz die Milchbrötchen klaut.

Natürlich sind nicht alle Bücher aus der Ratgeber-Ecke schlecht. Manche Mütter können Tipps geben, für die andere sie noch Wochen später abknutschen möchten. Vor dem Beruf und der Erfahrung einer Hebamme habe ich den allergrößten Respekt. Aber jede Mutter, jeder Vater und jedes Baby ist anders. Kein Außenstehender könnte besser wissen, was das Richtige für sie ist.

Weniger Sorgen machen, mehr auf den Instinkt hören: Bei Tommee Tippee steht das unter der Überschrift #ParentOn – auf deutsch: #Einfachelternsein. Unter diesen Hashtags findet Ihr im Netz Geschichten von Eltern, die darauf vertrauen, alles richtig zu machen. Indem sie, so wie alle anderen, auch mal Fehler machen. Denn am Tag der Geburt kommt nicht nur ein winziger Säugling zur Welt. Es werden noch zwei weitere Menschen geboren: eine Mama und ein Papa. Mit allem, was dazu gehört.

Macht Ihr auch mit? Teilt Eure persönlichen #Einfachelternsein-Momente bei Facebook, Instagram, Twitter oder in einem Blogpost. Weil es keinen besseren Ratgeber gibt als das eigene Herz. Und das spricht sich hoffentlich irgendwann auch bis an die letzte Fleischtheke herum.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Tommee Tippee entstanden. Tommee Tippee ist einer der fünf größten Babyartikelhersteller weltweit, in Deutschland ist Tommee Tippee eine führende Marke für innovative Windeleimer.

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