Gemüse-Pfannkuchen für Kleinkinder und mein Weg in den Mutti-Olymp

pfannkuchen_rezept_kleinkindJoghurt. Kekse. Bananen. Gäbe es täglich nur diese drei Dinge zu essen – mein Eineinhalbjähriger wäre glücklich damit. Ich präsentiere ihm natürlich regelmäßig Gesundes wie Gurken- und Karottensticks, die er entweder verschmäht oder gnädig als Spielzeug akzeptiert. Mein Sohn brach bereits das eine oder andere Fleischerei-Fachverkäuferinnen-Herz, indem die freundlich über die Theke gereichte Fleischwurst mit Nichtbeachtung strafte.

Am Thema ausgewogene Ernährung arbeiten wir also noch. Meine diesbezügliche Kreativität bleibt zwischen Schreibtisch, Spielplatz und Supermarkt im Alltag recht häufig auf der Strecke und ich verbuche bereits zwei Scheiben Vollkornbrot mit Butter als gelungenes Abendessen. Rückblickend waren Still- und Breiphase doch irgendwie easy im Vergleich. Mein Gewissen verlangt von mir, mein Kind mit selbstgemachten, abwechslungsreichen Mini-Menüs zu verköstigen.

„Selbstverständlich gern!“ möchte ich da antworten. „Dann geh DU doch bitte zweimal die Woche auf den Markt, mit lückenlosem Einkaufszettel, und stell dich um Punkt 17:30 Uhr an den Herd, mit sandigem Kind am Bein, das vom Spielplatz nicht weg wollte, jetzt aber doch bitte SOFORT was zu essen auf dem Tisch haben möchte.“

Für Inspirationen im Bereich Easy-peasy-Kinderküche bin ich dementsprechend empfänglich. Milupa hat vor Kurzem ein neues Portal zur 1.000-Tage-Initiative gelauncht und ich war selbstverständlich gern bereit, mir das Ganze anzuschauen.

Für die 4 Phasen Schwangerschaft, Stillzeit, Beikost und Kleinkindalter, die insgesamt den ersten 1.000 Lebenstagen des Nachwuchses entsprechen, gibt es jeweils viele passende Rezepte und Tipps von Hebammen, Müttern und anderen Experten. Super finde ich die Idee mit den Wochenplänen. Ich habe mich durch die Rezepte für Kleinkinder geklickt und gleich eins ausprobiert. Mit Karotten! Und Zucchini! Wie mutig von mir.

Falls hier jemand Tipps hat, wie man gemeinsam mit einem energiegeladenen Eineinhalbjährigen den Kochlöffel schwingt, ganz ohne Unfälle, Herzinfarkte oder Nervenzusammenbrüche – bitte gern her damit. Wenn ich von meinem Sohn verlange, sich das Ganze aus der Froschperspektive anzuschauen, hängt er mir krakeelend am Bein und räumt parallel alle erreichbaren Küchenschränke aus. Wenn ich ihn in die Ecke auf die Arbeitsplatte setze, ist er ausgesprochen happy, weil er seine Fingerchen überall reinstecken und bei Bedarf seine Füße im Spülbecken unter den Wasserhahn halten kann. Ich finde das höchst niedlich, habe aber mindestens zwei Arme zu wenig und kann den kleinen Troublemaker keine Sekunde aus den Augen lassen.

Trotzdem haben wir es geschafft, gemeinsam die Herzhaften Waffeln mit Gemüse zu machen. Der Lütte liebt es, mir das gewaschene Gemüse zu reichen, auf Knöpfe zu drücken und in Schüsseln zu gucken. Und irgendwie muss ihn dann doch auch das Ergebnis kulinarisch interessieren – oder?!

Ich war sehr gespannt. Da ich kein Waffeleisen habe, landete der Teig in der Pfanne, was hervorragend funktioniert hat. Die Gemüse-Pfannkuchen mussten natürlich noch ein Weilchen abkühlen, unterstützt von enthusiastischem Pusten und der Lieblings-Vokabel „Hei(ß)!“ Und dann: „Juhu, wir probieren den Pfannkuchen! Sieht das lecker aus, mmmhhh…“ Man macht sich ja pädagogisch motiviert ganz gern zum Affen.

Den ersten Pfannkuchen habe ich alleine gegessen, mein Sohn zierte sich. Als letzten Versuch habe ich einen Teller mit Pfannkuchen-Häppchen innerhalb seiner Reichweite platziert und die Motivationsversuche eingestellt. Einfach mal gucken, was passiert.

Was soll ich sagen? Mein Sohn hat den Pfannkuchen schmatzend verputzt. Und ich stand daneben, als hätte ich gerade den Pulitzer-Preis gewonnen. Mein Sohn isst mein selbstgekochtes Essen! Mit Gemüse drin! Lasst mich rein in den Mutti-Olymp!

rezept_gemuese_pfannkuchen

Ja, okay, ich krieg mich ja schon wieder ein. Aber Ihr habt jetzt vielleicht auch Lust auf dieses Knüller-Pfannkuchen-Rezept. Hier kommt’s.

Herzhafte Waffeln
(funktionieren auch als Pfannkuchen)

Zutaten:

100 g Margarine (ich habe Butter genommen)
200 g Dinkelmehl
½ Päckchen Backpulver
200 ml Milch
50 g Schinken
2 Eier
1 kleine Möhre
1 kleine Zucchini
Salz und Pfeffer
1 Prise Zucker (habe ich weggelassen)

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und raspeln. Dann alle Zutaten miteinander vermischen.
Das Waffeleisen anschalten, beide Innenseiten leicht einfetten. Ist das Waffeleisen bereit, kann es auch schon losgehen.

Ist die Gemüsewaffel zu trocken, schmeckt dazu Frischkäse oder Joghurt.

Viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren der Rezepte! Ich habe mir den Wochenplan heruntergeladen und versuche mal mein Glück…

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Milupa.

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