Home Office vs. Coworking: zwei Monate im MINDSPACE Hamburg

mindspace_coworking_hamburg_0002Ich liebe mein Home Office. Morgens keinen Zeitdruck zu haben, ist unbezahlbar. Telefontermine lassen sich auch wunderbar ohne Frisur und Make-up absolvieren. Die erste neue Folge der „Gilmore Girls“ habe ich am Release-Tag in meiner (auf 10 Uhr vorverlegten) Mittagspause geschaut. Luxus! Ich muss so gut wie nie Pakete von der Post abholen, weil ich zu Hause bin, wenn der Kollege von DHL klingelt. Mit ihm pflege ich eine fast freundschaftliche Beziehung: Er trägt mir die Einkäufe nach Hause und ich nehme aus Dankbarkeit Pakete für die gesamte Nachbarschaft an.

Seit ich mich selbständig gemacht habe und von zu Hause aus arbeite, liebe ich sogar Montage. Früher war schon der Sonntagabend mein Feind. Das ist mittlerweile zum Glück mehr als drei Jahre her.

Was Besseres hätte mir gar nicht passieren können. Mein Mann findest das übrigens auch. Er freut sich abends über stapelweise frisch gewaschene Wäsche auf seinem Bett und sieht es nicht gern, wenn der Geschirrspüler ausnahmsweise mal nicht ausgeräumt ist. In solchen Momenten stelle ich mir vor, wie es wäre, morgens mit Business-Bluse und Lippenstift das Haus zu verlassen, anstatt mich den Müsli-Schüsseln zu ergeben, die mich vom Küchentisch aus anstarren. Und wünsche mir einen Schreibtisch, an dem ich das Piepen der Waschmaschine nicht hören kann.

Smalltalk beim Kaffeeholen. Mittagspausen-Dates mit netten Menschen, nicht die schnelle Nummer irgendwo zwischen Kühlschrank und Mikrowelle. Ja, ich gebe zu: Etwas Abwechslung wäre schon schön!

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Ende November war ich zu einem Presse-Event mit anschließender Party im MINDSPACE Hamburg eingeladen. Der Coworking Space am Rödingsmarkt hat im letzten Frühjahr eröffnet und ich war neugierig. Die Räume im „Alten Klöpperhaus“ erinnern wunderbar wenig an klassische Büros. An den Wänden hängen Raketen und Fahrräder, es gibt Musik-Lounges, Telefonzellen und auf jeder Etage eine Kaffeebar. Klar im Vordergrund steht die Community: Jede Woche finden Workshops, Happy Hours und Networking-Events statt. Nichts gegen den guten alten Plausch an der Kaffeemaschine – aber das hier klingt irgendwie spannender!

Ich beschließe, es mit dem waschmaschinenfreien Büro zu versuchen und ziehe vorübergehend ins MINDSPACE: Zwei Monate darf ich die Freelance-Bereiche vom Hamburger Office nutzen (Kaffee inklusive, ist klar) und werde auf dem Blog darüber berichten.

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Zweimal die Woche tausche ich im Januar und Februar mein Home Office mit dem MINDSPACE. Mein Fazit nach Woche 1: Die Abwechslung tut auf jeden Fall gut und so langsam bin ich wieder auf dem Laufenden, welche Geschäfte in der Innenstadt neu aufgemacht haben. Unfassbar, was ich da verpasst habe! Aber halt: Ich bin natürlich zum Arbeiten in der Stadt. Völlig richtig. Darüber werde ich berichten, den nächsten Post gibt es Ende Januar hier auf dem Blog.

Falls Ihr Fragen habt zum Thema Coworking oder MINDSPACE: Her damit! Ich werde versuchen, alle zu beantworten. Falls ich nicht gerade dringend shoppen gehen muss…

Fotos: MINDSPACE

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